... Tees? Nein, sind sie nicht. Es gibt ja auch noch andere Sorten.

Im Gegensatz zu Schwarztees werden
Grüne nicht fermentiert, weshalb sie auch oft als unfermentierte Tees bezeichnet werden. Die frisch gepflückten Blätter lässt man trocknen und behandelt sie dann mit Heißluft, um den Oxidationsprozess zu stoppen.
Traditionell werden die frischen, grünen Blätter in dünnen Lagen auf Bambussieben ausgebreitet und für ein bis zwei Stunden dem Sonnenlicht oder natürlicher Luft ausgesetzt. Danach „röstet“ man die Blätter in kleinen Mengen in Pfannen und bewegt sie dabei mit der Hand. Nach vier bis fünf Minuten weden die aufgeweichten Blätter auf Bambustischen zu kleinen Kugeln gerollt. Früher tat man dies übrigens per pedes.
Dann werden die Teekugeln sofort wieder in die heiße Pfanne gelegt und schnell bewegt, ehe man sie ein zweites mal rollt und dann trocknen lässt. Nach ein oder zwei Stunden nehmen die Blätter ein stumpfes Grün an und verändern sich nicht weiter. Dann werden sie gesiebt und nach Größe sortiert.
Grüntee kommt traditionell aus Japan, China und Taiwan. Aber auch in Indien (Darjeeling, Assam) und auf Sri Lanka werden seit einigen Jahren gute Qualitäten erzeugt.
So erkennen Sie guten Grüntee:
- Der Tee enthält nur ganze Blätter, bestehend aus ein bis zwei Trieben und einer Knospe (two leafs and a bud).
- Alle Blätter sind in etwa gleich groß.
- Auch nach dem Aufgießen bleibt die lockere, kraftvoll-frische Struktur der Blätter erhalten.
- Sie können die Blätter mehrmals aufgießen, und dann strömt immer noch ein angenehmes Aroma aus.
Beliebte Sorten für EinsteigerInnen:
- Sencha: aromatisierter Grüntee aus Japan, China oder Taiwan
- Lung Ching (Drachenbrunnentee): feiner Grüntee aus China
- Gunpowder: herber Kugeltee aus China oder Taiwan
- Bancha: einfacher Grüntee aus Japan, China oder Taiwan
- Jasmintee: grüner Tee aus China oder Taiwan, mit Blüten oder natürlichem Aroma angereichert
Juergen Ehrmann | 09. Dezember 2004, 10:37