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Spinnen die, die Engländer?

Zu ihrem 75-jährigen Firmenjubiläum ließ sich das Unternehmen "PG Tips" eine 7.500 Pfund teure "Tea Bag" kreieren. Dem Betrachter funkeln 280 Diamanten und extra gestylte Teeblätter entgegen, wenn das Teil jetzt auf Promotiontour geht. Es soll dann anlässlich einer Verlosung an den Mann oder die Frau gebracht werden. Der Erlös soll einem Kinderspital in Manchester zu Gute kommen.
Nun, solche Aktionen sind zwar gut für´s Image oder für was auch immer. Wenn man bedenkt, dass ein indischer Teepflücker gerade mal ein Pfund im Monat verdient, ist das ja der reinste Hohn. Ja, klar, es ist letztendlich doch für einen guten Zweck. Aber über die Situation der Tea Workers macht man sich hierzulande oft viel zu wenig Gedanken. Da ist es nicht wirklich damit getan, "Fair-Trade-Tee" zu kaufen. Aber, wie kann man den Menschen dort effektiv helfen? Ist das nicht alles bloß ein Tropfen auf den heißen Stein? Was meinen Sie?
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Junk Food and Late Nights

sind der Indian Tea Association (ITA) offenbar ein Dorn im Auge. In einer groß angelegten Werbekampagne wird der Nährwert des Tees mit dem von Spinat, Karotten und anderen Gemüsearten verglichen – natürlich schneidet Tee weitaus besser ab als das Grünzeug, wobei ich hiermit ausdrücklich und keinesfalls Grünen Tee miteinschließe, denn der steht selbstverständlich über allem.

Die Kampagne richtet sich in erster Linie an Jugendliche, die mehr auf ihre Gesundheit schauen sollen, so ein Mitglied der ITA.

Dahinter steckt aber wohl ein bisserl mehr. Jugendliche sind natürlich auch in Indien und überhaupt keine Minderheit und die Zukunft eines jeden Business. Und vor der Entwicklung, die Indiens Teemarkt in den vergangenen fünf Jahren gemacht hat, ist die Werbekampagne eine konsequente Aktion.

Denn Länder wie Sri Lanka oder Kenia haben Indien die Pole Position als weltgrößter Teeproduzent mehr als streitig gemacht. 2004 war die Teeproduktion gegenüber 2003 um 4 Prozent geringer, die Exportrate fiel von 99,83 Millionen Kilogramm auf 71,54. Das sind satte 28 Prozent Minus, weil die Nachfrage der traditionellen Märkte wie Russland, England, Irak, Arabische Emirate und Zentralasien stark zurückging.

Die Empfehlung des ITA, der wir uns nur anschließen können ist simpel: Zehn Tassen guten Tees pro Tag sollten genügen, um den Körper (nicht nur) nach MacDonalds und Disco wieder in Einklang und Harmonie zu versetzen. :-)
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