Tag: geschichte


Milky Oolong. Eine Mehlspeise zum Trinken.

Aus aktuellem Anlass (Disskussion auf facebook) poste ich heute folgenden Text über Milky Oolong; habe ich für Das Teeblatt (Frühling/Sommer 2010) verfasst. In jedem Fall, wenn Sie diesen Tee noch nicht kennen, gibt es in der TeatasterSelection etwas zu entdecken... eine Mehlspeise zum Trinken!

Die Geschichte zu diesem Tee ist äußerst interessant. Die 1901 gegründete „Tea Research & Extension Station“ von Taiwan hat nach etwa 40 Jahren Forschung zwei hochqualitative Camellia sinensis Hybriden speziell für Oolong Tee entwickelt, die sich innerhalb von 2-3 Jahren in ganz Taiwan durchsetzten. Der langjähre Direktor Mr. Wu hat die beiden Pflanzen nach seiner Mutter und seiner Großmutter benannt. Deswegen tragen die beiden Pflanzen heute so schöne, weibliche Vornamen. Das nette Detail am Rand: Heute kann man nicht mehr sagen, welche Pflanze nach seiner Mutter und welche nach seiner Großmutter benannt wurde, nachdem Mr. Wu bereits verstorben ist. Die eine Hybride (Pflanzenkreuzung) hat den Namen „Gin Shuen“ bekommen. Der Oolong Tee von dieser Pflanze bringt einen sehr angenehm cremigen und frisch-süßen Geschmack hervor und wird deswegen auch gerne als „Creamy Oolong“ oder manchmal sogar als „Milky Oolong“ bezeichnet. Die andere Pflanze hat den Namen „Cui Yu“ bekommen (wird oft auch als „Green Jade“ bezeichnet) und bringt einen frischen floralen Charakter und stärkeren Geschmack hervor.

Milky_Oolong

Nachdem der cremige Geschmack von Gin Shuen so beliebt war, haben viele Teegärten und Produzenten versucht den Charakter des „Milky Oolong“ noch weiter zu intensivieren und so den „Formosa Nai Xiang Oolong“ entwickelt. Bei diesem Tee handelt es sich um einen typisch weichen und satten, teil-fermentierter Oolong Tee aus Taiwan, der überdies mit einem aufwändigen Verfahren verfeinert wird. Dabei wird echte Milch destilliert und der Oolong Tee mit diesem Destillat aromatisiert und anschließend gelagert. Dieser Tee ist heute als „Milky Oolong“ bekannt.
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Punsch kommt aus Indien und Glühwein aus der Antike?

Das aus Indien stammende Getränk „Punsch“ wurde ursprünglich in seiner Grundvariante aus nur fünf Zutaten hergestellt: Tee, Arrak, Zucker, Zitrone und Wasser. Hier liegt auch die Wurzel des Wortes, denn auf Hindi heißt die Zahl fünf „Paañch“. Vermutlich brachten britische Seefahrer zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert den „Punch“ nach Europa. In dieser Zeit entwickelte sich Punsch zu einem der populärsten Getränke Großbritanniens. Er wurde in vielen Varianten zubereitet, heiß oder kalt, mit und ohne Alkohol. Rasch etablierte er sich auch in anderen europäischen Ländern. Vermutlich war Punsch so beliebt, da er nicht nur gut schmeckt, sondern durch die Hitze und den Zucker der Alkohol besonders schnell wirkte.
punschfolder

Glühwein ist hingehen ein ausschließlich alkoholhaltiges und heiß zu konsumierendes Getränk. In Mitteleuropa wird Glühwein traditionell in der Vorweihnachtszeit getrunken und besteht in der Regel aus rotem oder weißem Wein, welcher mit verschiedenen Gewürzen, wie z.B. Zimt, Gewürznelken, Zitronenschale, Sternanis und Zucker zubereitet wird. Glühwein wird erhitzt, jedoch nicht gekocht, denn sonst würde sich der Alkohol des Weines gänzlich verflüchtigen. Der geschmackliche Vorgänger des Glühweins sei ein römischer Würzwein namens „Conditum Paradoxum“ gewesen, welcher in der Antike mit Vorliebe vorwiegend kalt getrunken wurde.

Wir haben nun eine gratis Broschüre gemacht: "PUNSCH & GLÜHWEIN - EINFACH UND SCHNELL SELBST GEMACHT" die in jedem unserer Filialen (in Österreich) sowie bei den Standln auf der Freyung und vor dem Schloss Schönbrunn (ab Samstag 24. November) erhältlich ist. Außerdem haben wir duzende Punsch Rezepte online!

ps: Ursprünglich hatte ich eine kleine Umfrage veranstaltet, um besser entscheiden zu können, was wir dieses Jahr bei unserem Weihnachts-Standl ausschenken... Resultat: kein Amaretto ;-)

Dieser Beitrag ist ein Update zu: "Indischer Weihnachtsgruß" und
Punsch & Tee Standl am Altwiener Christkindlmarkt
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8 Mio. Dollar für einen Teetisch ...

teetisch ... wären mir dann doch etwas zu viel des Guten. Albert Sack, ein amerikanischer Möbelhändler, ersteigerte das kostbare Möbelstück im Januar bei Sotheby´s in New York. Bereits sein Vater, Israel Sack, hatte ein Faible für teure Güter. Er bekam im Jahr 1989 den Zuschlag für einen Schreibtisch bei 12,1 Mio. Dollar. Ob Albert den Teetisch jemals benutzen wird, bleibt dahin gestellt: "Collectors use their furniture, their silver, they just use it carefully. Decorative arts were made to be used as well as to be beautiful", meint er dazu lakonisch.
Na ja, "sie saßen und tranken am Teetisch", meinte bereits Heinrich Heine und sammeln ist ja bekanntlich eine Leidenschaft, die man nicht beherrschen kann. Da binich als Otto-Normal-Teetrinker schon zufrieden, wenn ich eine gute Schale Tee an meinem Esstisch von Ikea trinken kann.
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