Tag: ceylon


Ceylon Zimt vs. Cinnamon Man

Manchmal muss man einem Tee einfach einen neuen Namen geben! Das kann unterschiedliche Gründe haben, z.B. es fällt einem ein toller Teename ein, der perfekt zu einem Tee passt den es schon gibt... so geschah es bei unserem beliebten Klassiker Ceylon Zimt ;-)

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Zimtbäume wachsen auf Sri Lanka oft in und rund um Teegärten. Sein Charakter passt nicht nur gut zu Ceylon Tee, sondern wird dort auch gern als Spice in Milktea gekocht. Bei meinem letzten Besuch auf Sir Lanka im vergangenen Frühjahr hab ich im Süden der Insel eine kleine "Cinnamon Island" besucht, um die unterschiedlichen Zimtsorten und die Verarbeitung besser kennen zu lernen. Der alte kleine Herr, der uns auf der Insel empfangen hat, nannte sich selbst "Cinnamon Man". So ist der neue Teename entstanden!

Speziell in der kalten Jahreszeit passt der (neue) Cinnamon Man (vorm. Ceylon Zimt) in jede Tasse! Ein beliebter Klassiker, gemischt aus Blatt-Tees von Ceylon und Zimtrindenstücken von drei hochwertigen Zimtsorten, verfeinert mit etwas Zimt-Aromen. Beherrscht wird die Tasse von einem köstlichen, natürlich süß-würzigen und warmen Zimt-Geschmack. Ein winterlicher Genuss!
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Rikscha Chai Walla auf Sri Lanka

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Vor paar Tagen in Nuwara Eliya aufgenommen. Der Tee kostet somit umgerechnet in Euro knapp 5 Cents. Dafür 100% Ceylon!
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Kampf um den Tee-Exportweltmeister!

Sri Lanka und Kenia sind ganz auf den internationalen Markt ausgerichtet und kämpfen jedes Jahr um den Tee-Exportweltmeister. So erzeugten Sri Lanka mit 310.822 Tonnen und Kenia mit 310.607 Tonnen (alle Zahlen aus 2008) im Vergleich zu China und Indien eine deutlich geringere Menge, brachten diese aber mit einem Ausfuhrvolumen von 308.331 Tonnen (Sri Lanka) und 305.721 Tonnen (Kenia) nahezu komplett auf den internationalen Markt. Sri Lanka ist damit vor dem afrikanischen Land der wichtigste Tee-Exporteur der Welt. In Kenia sind in den letzten vier Jahrzehnten Anbaufläche, Ernte und Exportmenge von Tee sprunghaft angestiegen. Heute ist Tee ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und einer der wichtigsten Exportgüter des Landes.

In dem Artikel Sri Lanka on track for record tea crop (auf English) können Sie die aktuellen Zahlen lesen. Dem zufolge wird es Sri Lanka dieses Jahr erstmals gelinden über 320.000 Tonnen zu produzieren.
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Assam 1992 und Ceylon 2008

1227311966008 "Tee ist der neue Wein", postulierte das Magazin der Süddeutschen Anfang November. Bobos, Hedonisten, Gourmets und Gourmands aller Länder, Kreti und Plethi stürzten sich in der ewigen Suche nach dem nächsten Hype nun auf Tee, nachdem Wein auf hohem Niveau solide etabliert und auch Kaffee nicht mehr bloß getrunken wird, sondern gegessen ist.

Der Zusammenhang zwischen Tee und Wein ist aus der Nähe betrachtet nicht weit hergeholt. Für "Jahrgangstee" wird zwar keine einheitliche Definition angeboten: Bei den einen bezeichnet der Begriff immer den neuesten. Andere Teehäuser listen "Pu Er 1992" oder "Jahrgänge zurück bis 1890". Gartentee entspricht einem Lagenwein, kommt daher aus einem Teegarten, der aufgrund von Böden und Kleinklima Besonderes hervorbringt.

SFTGFOP1 oder FBOPF stiften auch nicht mehr Verwirrung als VVSOP, DOCG, halbtrocken oder "Reserve" (ein Begriff, der hierzulande für Wein seit ewig verwendet wird und seit letztem April definiert ist). Assam, Ceylon, Darjeeling sind so etwas wie Bordeaux, Burgunder oder Moselwein, stehen sie doch für den "Generalstil" einer Region, in der es dann unzählige "Einzeltypen" gibt. Einmal völlig abgesehen von den gesundheitsfördernden Aspekten, die jedem Getränk irgendwann nachgesagt werden. Und über allem stehen Sommelièren und Sommeliers und blicken durch.

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, sich auf der Suche nach Genuss mit Historie, Erzeugung, feinen und feinsten Qualitätsverästelungen von Wein, Bier, Tee, Kaffee oder was auch immer zu befassen. Im Idealfall lernt man zwischen marketingtechnisch aufgemotztem Zeug und dem zu unterscheiden, was einem tatsächlich guttut und Freude macht. Wie weit nun die Bereitschaft geht, auch Apothekerpreise pro Feinunze für edelsten Stoff zu bezahlen und wo die Schmerzgrenze angesetzt wird, entscheidet jeder individuell. Nur wenige sind bereit, für zehn Dekagramm "Second Flush Darjeeling" 64 Euro hinzublättern - aber auch 800 Euro für eine Flasche Mouton-Rothschild aus dem Edeljahr 2005.

Text (c) Artikel Assam 1992 und Ceylon 2008 von Luzia Schrampf (Der Standard / Rondo vom 28/11/2008)
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